Vorsicht!!!   Wespen!

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Vorsicht! Wespen

Die unangenehme Seite der Wespen ist ihr mit Gift gefüllter Stachel!

Anfang der 60er Jahre wohnte ich in der Nähe von Berlin in einem Vorort auf einem rund 800 Quadratmeter großen Grundstück, welches an einen Graben grenzte. Mit der Gemeinde war ausgehandelt, daß ich den Graben regelmäßig mähen sollte. Als die Brennnesseln am Graben bereits halb mannshoch waren, bequemte ich mich und wollte mit der Sense dem ungeliebten Kraut zuleibe rücken. Es war ein heißer Sommertag. Und so zog ich barfüßig los und fing an zu mähen. Die ersten paar Meter ging das auch gut. Dann verbrannte ich mich an einer Brennnessel. Ich wunderte mich zwar, weil das in Kniehöhe passierte, wo doch die Brennnesseln schon alle flach lagen. Aber eine direkt am Zaun stehende Nessel hatte ich wohl übersehen. Einen Schritt zurück und ab war der Übeltäter. Wieder einen Schritt vor und weiter mähen. Und sogleich brannte mich die nächste Nessel. Wieder einen Schritt zurück, um auch der den Garaus zu machen. Aber es war gar keine stehengebliebene Brennnessel mehr zu sehen.

Dann packte mich das blanke Entsetzen!

An beiden Beinen saßen massenhaft Wespen. Schlagartig war mir klar, daß ich von Wespen gestochen worden war. Die Brennnesseln waren es jedenfalls nicht. Ich hatte mit dem rechten nackten Fuß auf dem Loch eines Wespennestes gestanden. Und die Biester wehrten sich natürlich dagegen, mit Recht und sehr erfolgreich.

In meiner Panik streifte ich so schnell es ging mit beiden Händen an den Beinen herunter und versuchte sie loszuwerden. Dann rannte ich davon, immer zwischen Zaun und Graben auf dem schmalen Grad entlang. Bis zum Haus waren es vielleicht 30 bis 40 Meter. Als ich mich einmal umdrehte, war der ganze Schwarm hinter mir her. Fliegen geht halt schneller als laufen. Ich hatte nur den einen Wunsch, so schnell wie möglich unter die kalte Dusche oben im Haus. Ich hatte einmal gehört, daß das helfen soll. Zwiebeln sollen auch helfen, aber die hatte ich nicht bei mir. Ich war doch nur mit einer kurzen Turnhose bekleidet.

In der Haustür stand kopfschüttelnd meine Mutter und wollte wissen, was los sei. Ich ruderte mit den Armen und sie möge mir doch Platz machen! Jedenfalls hatte ich keine Zeit für Erklärungen. Als sie die Wolke schwarzer Punkte hinter mir sah, war es längst zu spät für irgendwelche Erklärungen. Ich kam ins Haus ohne neue Stiche, duschte eiskalt und sehr lange.

Nach dem Duschen ging es mir wieder gut und ich spürte keinerlei Nachwirkungen der Insektenstiche. So war ich dem Ratgeber dankbar für diesen Hinweis. Später zählte ich die Stiche. 9 Wespenstiche hatte ich mir eingefangen und dennoch ging es mir gut. Das sofortige eiskalte Duschen, das war es, das hatte geholfen.

Am nächsten Tag ging es mir allerdings richtig dreckig. Das kalte Duchen hatte wohl alles nur aufgeschoben. Überlebt habe ich es dennoch. Jetzt bin ich vielleicht immun gegen dieses Gift. Jedenfalls sind Insekten inzwischen meine Freunde geworden.

Das Bild oben zeigt ein Wespennest in der Döberitzer Heide. Erdwespen gab es dort häufig zu sehen. Oft waren die Nester ausgegraben und geplündert worden, wie auf diesem Bild zu sehen ist.

geräubertes Wespennest n der Döberitzer Heide

Um ins Fotoalbum zu kommen, klicken Sie bitte ein Vorschaubild an.

Wespennestaufgetrenntes Wespennest mit Wabenansichtaufgetrenntes Wespennest mit Wabenansichtaufgetrenntes Wespennest mit WabenansichtMaserung Wespennest hülleWeiselzelle im Wespennest, königinWeiselzelle im Wespennest, königin
Wachsmottenlarve Parasit im WespennestWachsmottenlarve Parasit im WespennestWachsmottenlarve Parasit im WespennestWachsmottenlarve Parasit im WespennestWespe am NestFledermausnistkasten mit Wespennest

In Edels Kleingarten

ist hinter der Gartenlaube zum Abstellen von Gartengeräten ein kleines Überdach vorhanden. Unter dem Dach waren Bretter auf Querlatten abgelegt worden. Als ich ein Brett wegnehmen wollte, wurde ich von Wespen angegriffen, die zwischen den abgelegten Brettern und dem Dach darüber ein Nest gebaut hatten. Eine Wespe hinterließ an meinem freien Oberkörper sogleich ein hübsches Andenken. Das war Anfang Juli 2009. Zwei Wochen später war es am Nest still geworden. Nur hin und wieder war noch eine Wespe zu sehen. Keine 10 Meter weiter hing an einem Schuppen ein Fledermauskasten. Auch dort hatten sich Wespen ein Nest gebaut. In beiden Nestern war es Anfang August ruhig geworden. Selbst nach Klopfen an den Nestern kamen nur eine oder zwei Arbeiterinnen heraus. Die griffen aber nicht an. So entschloß ich mich einige Tage später beide Nester zu entfernen. Ein Nest habe ich zur Ansicht aufgetrennt. In jedem Nest waren 10 bis 15 Weiselzellen zu erkennen. Die Wespenvölker hatten also Königinnen nachgezogen. Diese Zellen sind nicht sechseckig wie die anderen Zellen sondern rund und wesentlich größer. Sie waren also schon Mitte August zum Hochzeitsflug aufgebrochen.

In beiden Nestern waren unterschiedlich große Schmarotzer vorhanden.
Die haben große Ähnlichkeit mit den Hummelmottenlarven (?).
Vielleicht wurde der Hochzeitsflug vorverlegt, bevor alles weggefressen wird!?
Wespen sind zwar sehr wehrhaft, aber gegen Schmarotzer im Nest sind sie machtlos.
Auch die Steinhummeln waren gegen Schmarotzer im Nest machtlos.

Wespen bauen ihre Nester aber nicht nur auf Dachböden. Sie bevorzugen dunkle und vor Regen geschützte Bereiche. Auf dieser niederländischen Seite ist ein Bild zu sehen, wo Wespen ihr Nest in einen Nistkasten bauten. Als der nicht mehr ausreichte, bauten sie einfach draußen weiter. Der "Baustil" ähnelt dem der Erdwespen.
Diese Seite ist leider nicht mehr erreichbar.

 

Freitag, 13.08.2010

8 Wespennester unter Blumentöpfen im WaldIch war mit Toby unterwegs und fand zwei Riesenboviste im Park am Pulverhof. Der eine war nach den vielen Niederschlägen der vergangenen Tage gerade frisch im Wachsen, der andere war bereits sehr groß, aber schon alt und dunkelbraun und staubte bereits. Da fiel mir ein, daß ein Bekannter Riesenboviste suchte, natürlich frisch zum Essen. Ich kannte eine Stelle, wo vor 3 Jahren circa 20 große Exemplare standen. Ich fand dort aber nur einen alten schon staubenden Bovist.

Und ich fand noch etwas, nämlich 8 große umgestülpte Blumentöpfe. Die waren um einen Baum herum aufgestellt. Unter zweien lugte Stroh hervor und zwei andere waren mit einer Folie abgedeckt. Meine Neugierde verleitete mich, einen Blumentopf anzuheben. Darunter lag ein kleines Wespennest. Den Gassigang mit Toby am Nachmittag lenkte ich deshalb noch einmal an diese Stelle und nahm wegen der schlechten Lichtverhältnisse im Wald neben der obligatorischen Kamera auch ein stabiles Stativ mit, um ein paar Aufnahmen zu machen. Ich schaltete die Kamera ein und machte ein Video. Als ich dem Blumentopf anhob, blieb wohl ein Teil des ziemlich großen Nestes am Topf hängen. Das führte zu einem heftigen Ausbruch der wehrhaften Insekten. Sie griffen die Kamera und auch mich an. Trotz sofortiger Flucht nahm ich 4 Wespenstiche mit nach Hause. Wegen des schwülwarmen Wetters war ich nur mit einemTshirt bekleidet. Hätte ich mir auch denken können - Freitag der Dreizehnte!!!!!

WespennestSchrank mit Wespen vom Kammerjäger

Dieses Schränkchen mit einem großen Wespennest hat Anfang September 2010 ein Kammerjäger ungesichert nur wenige Meter vom Bürgersteig der B 75 entfernt im Wald abgestellt. Gut für die Wespen, aber hoch gefährlich für Kinder oder Allergiker!

 

06. Oktober 2010

Vandalismus am umgesiedelten WespennestDie am 13.08.2010 unter Blumentöpfen umgesiedelt vorgefundenen Wespennester fand ich am 06.10.2010 zerstört vor. Vandalen hatten alle Blumentöpfe umgerissen und dieses noch sehr starke Volk offenbar mit einem Knüppel regelrecht umgerührt. Es gab 3 dieser Haufen. Die Tiere waren sehr aggressiv und griffen zuerst die Kamera und dann auch mich an. Ein Andenken verpaßten sie mir auch!

Auch das Schränkchen mit den Wespen in der Schublade war einen kleinen Hang herunter gekippt worden, wodurch auch dieses Nest endgültig zerstört wurde.

 

 

 

 

LINKS:

Gut gemachte Seite über alle Wespenarten - Die Mittlere Wespe oder Kleine Hornisse
Gefährliche Umsiedlung von Wespen durch einen Kammerjäger an der B 75 in Hamburg.
Hunderte Bilder über Wespen in Nistkästen bei Google.

Auf dieser Seite wird gezeigt, wie eine Wespenlarve aus der Zelle kriecht. Das ist aber ein Irrtum. Was da herauskriecht, ist eine Mottenlarve, also ein Parasit im Wespennest, was sehr gut auch an den spinnenwebenartigen Gespinnst im Wespennest zu erkennen ist. Siehe auch "Parasiten im Hummelnest".


Diese HP wird hoffentlich bald bei domaingo gratis gehostet werden.
Gerne könnt auch Ihr dort Eure HP hosten, denn wenn ich drei Kunden geworben habe, ist meine Seite gratis.lach

Wer Wespen sanft vertreiben möchte, sollte überlegen, ob er sich diesen WaspinatorHornissen zulegt.

Aber vorher vielleicht einmal beim Hornissenpapst vorbeischauen und dieses Video über die Umsiedlung von Hornissen ansehen. Das Video geht über 16 Minuten. Der "Hornissenpapst" erklärt sehr anschaulich, wie man mittels zweier Kästen die schonende Umsiedlung vornehmen kann.

upper

September 2012:
Ein starkes Wespenvolk in der Erde auf einer Wiese an der Rahlau:

 

Am 20. Oktober war noch immer Betrieb am Nest, wenngleich auch deutlich weniger als noch vor 4 Wochen.
Am 29.10.2012 war nach einer frostigen Nacht Totenstille im Nest.


Hier zerlegen Wespen eine tote Maus

Sie schaffen kleine Fleischstückchen, die sie gerade eben noch tragen können, zum Nest und füttern damit ihre Larven. Sie erfüllen damit in der Natur eine wichtige Aufgabe, die Beseitigung von Aas. Dies sei einmal denen ins Stammbuch geschrieben, die sie am liebsten ausrotten möchten. Hier gibt es das Video dazu.

Wespen fressen eine tote MausWespen fressen eine tote Maus

06. März 2013
Ein herrlicher Sonnentag, endlich, nach dem längsten grauen Winter seit es Wetteraufzeichnungen gibt.

Also nutzte ich diesen schönen Tag und machte mich auf in den Schrebergarten, denn ich wollte noch einen Nistkasten reparieren, ehe der große Ansturm der Vögel kommt. Außerdem wollte ich für meine Insektenbude noch ein Gestell bauen. Dazu brauchte ich einige Bretter und einen alten Pfahl. Das Material lagerte unter einem kleinen Dach hinter der Laube. Als ich einen Balken herausziehen wollte, entdeckte ich an einer morschen Stelle eine Wespe, eine Königin in der Winterstarre. Als ich den Balken in die Sonne legte, regte sie sich bald, schwerfällig und steif. Ich puhlte sie vorsichtig heraus und legte sie in den Schatten, denn zum Aufwachen war es ja noch viel zu früh. Der Winter ist noch nicht zu Ende. Als ich einen weiteren Balken herauszog, fand ich noch eine Königin und dann noch zwei weitere zwischen den Nuten alter Bretter. Am Ende waren es 8 Königinnen! Alle waren sie mit ihren Beinchen im Holz verhakt und ließen sich nur schwer abnehmen. Zum Glück hatte ich einen leeren Schuhkarton in der Laube. Der hatte so ein Fingerloch zum Herausziehen und war deshalb gut geeignet, um darin die 8 Königinnen zu beherbergen. Und wenn die Zeit gekommen ist, können sie durch dieses Fingerloch in die Freiheit.

Wespenkönigin im WinterschlafWespenkönigin im Winterschlaf2 Wespenköniginen im WinterschlafWespenkönigin im Winterschlaf5 Wespenköniginen im Winterschlaf

Und nur wenige Tage später brach der Winter über Norddeutschland herein und rief Erinnerungen an den Katastrophenwinter 1978/79 wach. Obwohl in Schleswig-Holstein bereits einige kleine Ortschaften durch Schneeverwehungen abgeschnitten waren, war es doch nicht so schlimm wie im März 1979. Jedenfalls sagen die Wetterfrösche schon für die nächsten Tage eine deutliche Erwärmung voraus. Wird auch Zeit!!!

Vielleicht gibt es bald Bilder vom Aufwachen der Königinnen zu sehen. Schaut mal wieder vorbei und danke für Euren Besuch.

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